Warum immer mehr Online-Marken offline gehen

Urlaubsguru machte es vor, Mister Spex und einige Online-Händler ziehen nach. Aber warum gehen immer mehr Online-Unternehmen offline? Trend oder Einzelfälle?

Der Omnichannel-Trend gewinnt zunehmend an Beliebtheit und verschiedene Onlineshops rücken nach. Der eigene stationäre Laden kann mehrere Vorteile für ein Unternehmen haben. Hat der Einzelhandel doch noch eine Chance?

Wahrnehmung aller Verkaufskanäle

Jens Peter Klatt von Mister Spex bestätigt: „Die Stores stärken die Markenbekanntheit […]“. Sehr gute Beispiele dafür sind Amazon, Zalandound mymüsli. Sie haben die Geschäftsläden für sich schon früher genutzt und das mit Erfolg!
Durch die Digitalisierung musste der stationäre Handel schon einiges einstecken. Doch trotz der vielen Vorteile, die der Onlinehandel bietet, bleibt der Ursprung im Ladeneinkauf.
Jedes Unternehmen ist auf der Suche nach dem einzigartigen Geschäftsmodell, um sich vom Markt abzuheben. Online und offline optimieren sich gegenseitig und sorgen dafür, dass beide Kanäle wachsen. Außerdem verschafft diese Strategie eine hervorragende Option, um sich von der Konkurrenz abgrenzen.
Wenn Online-Unternehmen die Möglichkeit nutzen, sich in mehreren Absatzkanälen zu präsentieren führt dies zu Markenwachstum und kann sich positiv auf die eigene Reputation auswirken: „Wir haben den Mehrwert für unsere Kunden in den ersten Showrooms in Berlin und Wien erprobt und freuen uns darauf, dass nun auch unsere Kunden aus dem Rhein-Main-Gebiet unsere Kollektionen vor dem Online-Kauf probewohnen können“, bestätigt Home24-Vorstand Marc Appelhoff auf neuhandeln.de.

Im Onlinehandel gibt es zwar bereits unendlich viele Möglichkeiten sich selbst zu vermarkten oder Werbung zu schalten. Aber nicht jede Zielgruppe kauft heutzutage online ein.

Gewinnung neuer Konsumenten

Die Vorteile des Onlinehandels sind keinesfalls umstritten: Öffnungszeiten rund um die Uhr, verschiedene Zahlsysteme, Lieferung bis vor die Haustür und einfache Rückgabebedingungen. So einfach kann es sein. Online-Unternehmen bieten dem Kunden eine größere Entscheidungsfreiheit, sie können selber bestimmen, welches Angebot zu ihnen passt und Vergleiche ziehen. Doch in manchen Fällen ist ein individuelles Angebot bzw. Beratung für den Kunden effizienter und entzieht neuen Kunden ihre Skepsis und mangelndes Vertrauen.
Stationäre Läden steigern die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens, da das Unternehmen nun sichtbar und zugänglich ist. Der Kunde hat vor Ort direkte Ansprechpartner und seine Fragen werden mit viel Zeit und mit einer individuellen Beratung beantwortet. Hier baut der Kunde nochmal durch eine andere Seite Vertrauen auf. Es wird Kundenbindung geschaffen. Das Online-Unternehmen bekommt noch mehr Informationen vom Kunden, die trotz des Surf- und Klickverhaltens unentdeckt bleiben und kann dadurch sein Angebot noch besser optimieren.

Kosten und Aufwand

Die Kombination aus Onlinehandel und stationären Läden bringt auch neue Aufwendungen mit sich. Es kommt Miete, Ausstattung, neues Personal und sonstige Kosten hinzu. Dinge, die ein Online-Unternehmen nicht zusätzlich finanzieren muss. Außerdem müssen hier regelmäßige Öffnungszeiten garantiert sein, in denen der Kunde kompetentes Personal vorfindet.

Buchen Sie jetzt Ihren Traumurlaub im Urlaubsguru Store in Münster 

Urlaubsguru – eine der stärksten Reisemarken in Deutschland mit über 7 Millionen Fans auf Facebook.

Nach der erfolgreichen Eröffnung des ersten Stores in Unna wurde am 01. Dezember 2018 der zweite Store in Münster eröffnet. Schwarz+Matt hat Urlaubsguru von dem ersten Konzept des „Reisebüros der Zukunft“ bis zur zweiten Neueröffnung begleitet. Es sollte sich von klassischen Reisebüros abheben und in neuem Flair erscheinen. In nur sechs Monaten haben wir mit einem vorgefertigten Ladenbaukonzept, Baukoordination der verschiedenen Gewerke und 3D Visualisierung zwei Stores in Deutschland eröffnet. Urlaubsguru hat im ersten Jahr in seinem Offline-Store in Unna täglich über 30 Reiseberatungen durchgeführt und damit sein Business um eine Variante bereichert.

 

Fazit: Der Offlinehandel bringt neue Optionen

Der Offlinehandel ist ein geniales Hilfsmittel, um eigene Produkte oder Dienstleistungen bekannter zu machen. Verschiedene Absatzkanäle ermöglichen Unternehmen höhere Absatzzahlen und Bekanntheit des Produkts. Auch der Kunde nutzt die Vorteile und bekommt eine individuelle Beratung von face-to-face. Also, wenn der Online-Handel offline geht, sind dies auf keinen Fall nur Einzelfälle!