Sind Start-ups die Stars unter den Bewerbern?

Sind Start-ups die Stars unter den Bewerbern?

Start-ups sind zum großen Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt geworden. Doch warum ist das so? Was zeichnet Start-ups aus und was können wir von ihnen lernen?

Hip, Hipper, Start-up

Große Konzerne stehen nach wie vor auf Platz 1 der Wunscharbeitgeber. Doch immer mehr Absolventen suchen nach der Herausforderung und wollen etwas Neues. Ein Job in einem Start-up scheint immer gefragter zu sein.

Sie sind leidenschaftlich, jung, dynamisch, flexibel, und vor allem innovativ: Start-ups bieten für die neue Generation der Arbeitnehmer genau das was sie suchen. Sie wollen mitgestalten, Verantwortung übernehmen und etwas bewegen. In neuen trendorientierten Unternehmen sehen sie ihre Chance. Dort herrscht eine lockere Arbeitsatmosphäre und flache Hierarchien. Es gibt ausreichend Raum für Ideen und Entwicklungen.

Das Maß aller Dinge: Um den Begriff der Work-Life-Balance kommt wohl keiner mehr vorbei. Für die Arbeitnehmer von heute und morgen ist sie einer der Faktoren, der darüber entscheidet, wie zufrieden man mit seinem Job ist. Wo man früher nach einem festen Arbeitsplatz und Sicherheit strebte, sucht man heute nach Flexibilität. Der Trend geht mittlerweile sogar zur Life-Life-Balance über. Eine Trennung zwischen Privat und Beruf findet kaum noch statt. Das Privatleben muss mit dem Beruf vereinbar sein. Home-Office und flexible Arbeitszeiten sind Benefits, mit denen Unternehmen und vor allem Start-ups heutzutage punkten können.

 

Klassisch ist nicht sexy

Dass man mit klassischen Geschäftsmodellen nicht mehr als sonderlich attraktiv gilt, haben wir auch für uns festgestellt. Klassische Werbeagenturen funktionieren nicht mehr. Um als Dienstleister wettbewerbsfähig bleiben zu können und auch für neue Talente auf dem Arbeitsmarkt interessant zu bleiben, muss man spannende Projekte mit innovativen Wegen lösen. Doch wie kann man als Agentur in Zeiten des digitalen Wandels mithalten?

Wir haben uns für eine Transformation entschieden. Von der klassischen Werbeagentur haben wir uns zu einer digitalen Marketingagentur entwickelt. Wir wollen, dass sich unsere Kunden von anderen Unternehmen abheben können und fokussieren uns daher auf Lösungswege, die auch morgen noch funktionieren. Das erreichen wir, indem wir auf agile Methoden setzen und das Arbeitsumfeld entsprechend gestalten.

 

Start-up Charakter als Benefit

Wir befinden uns bald in unserem vierten Geschäftsjahr. Ob man uns noch als Start-up bezeichnen möchte oder nicht, wir möchten uns unseren anfänglichen Spirit beibehalten. Wir sehen den Start-up-Charakter als Benefit. Nicht nur für unser Arbeiten, sondern auch für die Gewinnung neuer Mitarbeiter.

Junge Mitarbeiter sind anspruchsvoll, sie suchen ein Team, in dem sie mitentscheiden dürfen und ihre Ideen verwirklichen können. Gleichzeitig wollen sie Teil aktueller Bewegungen sein. Junge Marketer wollen als Wertschöpfer agieren.

Um dem gerecht zu werden, verfolgen wir in unserer Agentur die Strategie, in interdisziplinären Teams zu arbeiten. Durch die offene Kommunikation herrscht somit viel Transparenz und jeder hat die Möglichkeiten auf die Kompetenzen und die Kreativität der anderen zurückzugreifen. So entstehen vielseitige und innovative Lösungsansätze. Wöchentliche Meetings mit dem gesamten Team sorgen dafür, dass alle abgeholt und auf den neusten Stand gebracht werden. Jeder kann seine Ideen einbringen und so inspirieren wir uns in der Agentur gegenseitig. Das sorgt nicht nur für ein angenehmes Betriebsklima, sondern fördert auch die Effizienz bei der Umsetzung unserer Projekte.

 

Neue Fußstapfen hinterlassen anstatt in alte zu treten

Agenturen müssen ihre Strukturen öffnen und ihren Mitarbeitern Freiraum geben. Nur so können sie innovativ arbeiten. Wenn neue Arbeitswege verfolgt werden und  dem Team ein flexibles Umfeld zur Verfügung gestellt wird, so steigt nicht nur die Arbeitsleistung, sondern auch die Atmosphäre, sowie die Motivation jedes einzelnen. Hierzu ist es neben der wie schon erwähnten interdisziplinären Arbeitsweise auch empfehlenswert, die Büroräume offen und locker zu gestalten. Start-ups bieten Lounges, Ruheräume und Connected Workspaces.

 

Kreativität als Kultur integrieren

Die Anpassung der Rahmenbedingungen und die Gestaltung der Büroräume schaffen die Voraussetzungen für freies Denken. Nicht umsonst wird Kreativität als eine der Top Leadership Skills im Jahre 2020 angesehen. In Zeiten von rasend schnellen Veränderungen und in denen Konsumenten ständig auf der Suche nach etwas Neuem und etwas Besseren sind, müssen Unternehmen kreative Prozesse in ihre Arbeit integrieren. Nur so gelingt es, innovative Lösungen anzubieten.

Wir bei Schwarz+Matt haben regelmäßige Meetings in denen alle Kompetenzen zusammenfließen. Teamübergreifend besprechen wir aktuelle Projekte und es entsteht ein dynamischer Austausch der dafür sorgt, dass alle nochmal einen anderen Blickwinkel erhalten. Außerdem haben wir in unserem neuen Office die Raumstrukturen so ausgelegt, dass wir jederzeit unseren Arbeitsplatz wechseln können. Oft reicht der Wechsel in die Lounge und man bricht aus seinen starren Denkmustern aus.

 

Intrapreneurship und Lean Management

Was zeichnet Start-ups oftmals aus? Ein junges und hoch engagiertes Führungsteam welches alles will, nur nicht konventionell sein. Start-ups machen vor, dass Unternehmen auch ohne komplexe hierarchische Strukturen funktionieren und vor allem deutlich attraktiver sind.

Um Mitarbeitern Anreize zu schaffen und sie intrinsisch zu motivieren, ist es ratsam ihnen mehr Freiheiten zu gewähren. Sich von klassischen Arbeitsmodellen zu lösen und mit flachen Hierarchien jedem mehr Verantwortung zu übertragen, kann Mitarbeiter dazu bewegen, mutiger zu werden, ihre eigenen Ideen voran und somit auch das gesamte Unternehmen auf einen neuen Kurs zu bringen. Mit einer flexiblen, teamübergreifenden und mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur kann es gelingen, Herausforderungen entlang der Supply Chain effizienter zu lösen und damit nicht nur kundenorientierter, sondern vor allem auch innovativer zu arbeiten.

 

Von den Jüngeren inspirieren lassen

Warum sich die neuen Talente auf dem Arbeitsmarkt immer häufiger für Start-ups entscheiden, sollte klar geworden sein. Wer junge Mitarbeiter für sich gewinnen möchte, muss mehr bieten als ein gutes Gehalt. Die jungen Arbeitskräfte sind anspruchsvoll geworden und haben andere Prioritäten. Als Wertschöpfer wollen sie in einem kreativen Umfeld tätig sein. Fakt ist, ein Unternehmen kann nur erfolgreich sein und bleiben, wenn es engagierte Mitarbeiter hat. In dieser Hinsicht sind Start-ups alteingesessenen Unternehmen einen Schritt voraus. Ihren Charme kann man sich jedoch durch einige Anpassungen aneignen und davon nachhaltig profitieren.