FAQ

Alle Fragen zum Förderprogramm „go-digital“ in Dortmund beantworten wir Ihnen hier.

Was wird durch das Programm „go-digital“ gefördert?

Gefördert werden gezielte Beratungs- und Umsetzungsleistungen in den Modulen „Digitale Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“. Die Leistungen müssen durch autorisierte Beratungsunternehmen wie Schwarz+Matt im Modul „Digitale Markterschließung“ erbrachte werden.

Können auch Start-ups beraten werden?

Voraussetzung für die Förderung von Start-ups ist es, dass bereits ein signifikanter Geschäftsbetrieb mit ausreichenden Umsätzen erkennbar ist.

Welche Unternehmen dürfen mit Fördermittel von „go-digital“ beraten werden?

Förderungsnehmer sind rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks, die über technologisches Potenzial verfügen.

Zudem sind die Voraussetzungen

  • weniger als 100 Mitarbeiter
  • Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben im Förderungsvorjahr
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Keine Überschreitung der Voraussetzungen für Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz gemeinsam mit „Partnerunternehmen“ und „verbundenen Unternehmen

Wie finde ich als interessiertes Unternehmen ein autorisiertes Beratungsunternehmen?

Für die Module „Digitale Geschäftsprozesse“ und „IT-Sicherheit“ werden auf der Homepage www.bmwi-go-digital.de autorisierte Beratungsunternehmen mit Kontaktdaten und autorisierten Beratungsmodulen veröffentlicht. Die Autorisierung und Veröffentlichung neuer Beratungsunternehmen erfolgt kontinuierlich. 

Wie ist der Ablauf der Projektförderung?

Zuerst stimmen das autorisiertes Beratungsunternehmen und das interessierte Unternehmen das geplante Förderprojekt ab. Wenn die Projektförderung beantragt werden soll, vereinbaren sie in einem (als Formular bereitgestelltem) Beratungsvertrag die Inhalte der Beratungsleistung (Projektplan).

Inhalte des Vertrages sind die Anzahl der Beratungstage, die Honorarleistung und die Eigenbeteiligung. Der Vertrag wird erst mit Erhalt des Zuwendungsbescheids wirksam und gilt nicht als vorzeitiger Vorhabensbeginn.

Den Förderantrag für „go-digital“ stellt das Beratungsunternehmen für das zu beratende Unternehmen. Mit Erhalt des Zuwendungsbescheides beginnt die Beratungsleistung und Umsetzung.

Nach der Projektlaufzeit (maximal sechs Monate) erstellt das Beratungsunternehmen die Rechnung über die Eigenbeteiligung sowie den Verwendungsnachweis.

Nach erfolgter Prüfung wird dem Beratungsunternehmen der Zuschuss ausgezahlt. Das geförderte KMU erhält eine De-minimis-Bescheinigung. 

Wie und durch wen erfolgt die Antragstellung?

Der Förderantragstellung erfolgt durch das Beratungsunternehmen über Easy-Online (Förderportal des Bundes).

Kann ich Fördermodule miteinander kombinieren?

Beratungsleistungen werden in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ gefördert. Ein gewähltes Hauptmodul muss mindestens 51 Prozent des Beratungsvolumens ausmachen. Dazu können ein oder zwei Nebenmodule gewählt werden.

Für das Modul „IT-Sicherheit“ sind immer mindestens zwei Tagewerke anzusetzen – unabhängig von der Auswahl oder Kombination der anderen Module.

Welche Inhalte fördert das Modul „Digitale Markterschließung“?

Im Modul „Digitale Markterschließung, für das Schwarz+Matt autorisiertes Beratungsunternehmen ist, werden folgende Inhalte gefördert:

  • Entwicklung einer für das Unternehmen spezifische Online-Marketing-Strategie
  • Architektur einer professionellen Website mit Vermarktungsansatz
  • Etablierung eines Online-Shops
  • Einsatz externer Auktions-, Verkaufs- oder Dienstleistungs-Plattformen
  • Einsatz von Social-Media-Tools, Website-Monitoring und/oder Content-Marketing
  • Geschäftsprozesse eines Online-Shops, wie Warenbereitstellung und Zahlungsverfahren, die nachgeordnet sind

Das Ziel der Förderung ist die Unterstützung der Vermarktung und die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen.

Gibt es Pflichtmodule?

Erfolgt die Beratung ausschließlich in den Modulen „Digitale Markterschließung“ und/oder „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, so müssen zwingend zwei Beratertage für „IT-Sicherheit“ eingeplant werden. Schwarz+Matt kooperiert mit Beraterunternehmen, die für „IT-Sicherheit“ autorisiert sind und kann deshalb das komplette Beratungspaket aus einer Hand anbieten.

Können Drittleister in das Projekt eingebunden werden?

Nein, Beratungsleistungen sind grundsätzlich vollumfänglich vom autorisierten Beratungsunternehmen auszuführen. Wenn es zur Zielerreichung zwingend notwendig ist und die Aufgabenstellung erfordert, kann ein sachverständiger Dritter mit zusätzlicher Kompetenz (nur aus autorisierten Beratungsunternehmen oder aus Forschungseinrichtungen) herangezogen werden.

Jeder Einsatz eines sachverständigen Dritten muss bereits bei der Antragstellung detailliert angezeigt werden. Leistung und Kosten sind klar von denen des autorisierten Beratungsunternehmens abzugrenzen. Dies gilt auch für die Darstellung im Verwendungsnachweis.

Wie viele Beratertage können insgesamt und in den Hauptmodulen gefördert werden?

Das gewählte Hauptmodul hat mindestens 51 Prozent des Fördervolumens. Das bedeutet, es sind dort bis zu 20 Beratertage förderfähig.

  • Bis vier Beratertage für eine Potenzialanalyse und ein Grobkonzept
  • Bis sechs Beratertage für sachverständige Dritte in der Umsetzungsphase
  • sowie zwei Beratertage für IT-Sicherheit (siehe: Gibt es Pflichtmodule)
  • Bis zu zehn Beratertage bei Bedarf für zusätzliche Beratungsleistungen in einem oder beiden Nebenmodul(en), wenn diese in der Vorhabenbeschreibung eingeplant und im Verwendungsnachweis nachgewiesen wird.

Wird ein Hauptmodul mit einem Nebenmodul(en) kombiniert, sind maximal 30 Beratertage förderfähig.

Muss die Beratung mit einer Potentialanalyse beginnen?

Wenn das zu beratende Unternehmen und das geplante Vorhaben dem Beratungsunternehmen bereits bekannt ist, können das Realisierungskonzept und/oder das Projektmanagement ohne vorherige Potentialanalyse begonnen werden.

In allen anderen Fällen besteht die Beratungsleistung grundsätzlich aus der

  • „Potenzialanalyse und Erstellung eines groben Realisierungskonzeptes“ und der darauf aufbauenden
  • „Konkretisierung und Umsetzung des Realisierungskonzepts“.

Bis zu welchem Beratertagessatz kann Förderung beantragt werden?

Es wird ein Beratertagessatz von maximal 1.100 Euro (ohne Umsatzsteuer) gefördert. Die Förderung beträgt maximal 50%. Dieser Maximaltagessatz gilt auch für sachverständige Dritte. Beratertagessatz und Sachverständigentagessatz können unterschiedlich hoch sein, dürfen den Höchstbetrag aber nicht überschreiten. 

Was ist wettbewerbsneutrale Beratung?

Autorisierte Beratungsunternehmen müssen für das zu beratene Unternehmen beste und günstigste Lösung finden und diese anbieten.

Dafür ist es notwendig, über Vor- und Nachteile der angeratenen Produkte und Leistungen zu informieren und über mögliche Alternativen zu unterrichten. Dieses soll vom begünstigten Unternehmen schriftlich bestätigt werden.

Mit welchen Zeitrahmen für das Förderprojekt muss gerechnet werden?

Die Laufzeit des Beratungsprojektes soll maximal sechs Monate betragen.

Wie hoch ist die Kostenbeteiligung (Eigenleistung) des beratenen Unternehmens?

Die Förderquote liegt bei 50 Prozent der gesamten Netto-Ausgaben.

Beispiel-Rechnung:

15 Beratertage à Tagessatz 1.000 Euro15.000,00 € netto
+ Umsatzsteuer 19%2.850,00 €17.850,00 € brutto

Förderung:

50% von 15.000,00 €7.500,00 €

Eigenbeteiligung des Unternehmens:

50% von 15.00,00 €7.500,00 €
+ gesamte Umsatzsteuer2.850,00 €
Gesamte Eigenbeteiligung des begünstigten Unternehmens10.350,00 €

Diese Summe wird dem begünstigten Unternehmen vom Beratungsunternehmen unter Ausweisung der Umsatzsteuer in Höhe von 2.850 Euro in Rechnung gestellt.

In den Antragsformularen wird diese Berechnung automatisiert durchgeführt.

Zu beachten:

Die Eigenbeteiligung darf 20% des Vorjahresumsatzes des beratenen Unternehmens nicht übersteigen.

Ab 10 % des Vorjahresumsatzes müssen ergänzende Erläuterungen zur Aufbringung des Eigenanteils unaufgefordert eingereicht werden. Die Ausfertigung dieser Erläuterungen ist Aufgabe der Beratungsunternehmen.

Kann ein Unternehmen mehrere Förderanträge stellen?

Bei Beantragung einer erneuten Förderung nach dieser Richtlinie muss ein Jahr nach Beendigung der Förderung (Zeitpunkt ist die Bestätigung des Verwendungsnachweises) vergangen sein.

Was bedeutet „Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung“?

Bei der De-minimis-Regelung darf der Gesamtbetrag der einem Unternehmen von einem Mitgliedstaat der EU gewährten De-minimis-Beihilfen innerhalb eines fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 Euro nicht überschreiten. Die bisherigen De-minimis-Beihilfen des beratenen Unternehmens einschließlich der verbundenen Unternehmen müssen bei der Antragstellung im Förderprogramm go-digital angegeben werden.

(Rechtsgrundlage VO (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU auf De-minimis-Beihilfen. (ABl. L 352 vom 24.12.2013, S 1)).

Gibt es Unterschiede zum früheren Fördermodell go-digital?

Es gab bereits in ausgewählten Regionen ein Modellvorhaben vor der Wirksamkeit von go-digital. Dieses ist jetzt abgeschlossen.

Die wesentlichen Unterschiede sind:

  • Die zwei Leistungsstufen (Potenzialanalyse und Durchführung) wurden zusammengefasst. Es ist nur noch eine Beantragung notwendig.
  • Das Gutscheinkonzept wurde ausgesetzt und durch ein reguläres Antragsverfahren ersetzt.
  • Es gibt keinen vorzeitigen Maßnahmenbeginn mehr. Beratungsleistungen können erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgen.
  • Module können kombiniert werden.
  • In den Modulen „Digitale Markterschließung“ (vormals Internet-Marketing) und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ sind zwingend zwei Beratertage für IT-Sicherheit vorzusehen.

Gleich geblieben ist die Förderquote von 50 Prozent.

Wodurch sind die Berater für das Förderprogramm qualifiziert?

Schwarz+Matt als Beratungsunternehmen musst strenge Kriterien erfüllen, um im Förderprogramm go-digital autorisiert zu werden:

  • Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung
  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Anerkennung und Erfüllung von Qualitätsstandards
  • Nachweis der wirtschaftlichen Stabilität für die letzten drei Rechnungsjahre
  • Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit:
  • Nicht mehr als 30% ihres Vorjahresumsatzes über Zuwendungen aus go-digital
  • Durchführungskompetenz von mindestens einem vollen Beratungsprojekt (Zuwendung: 16.500 Euro), entspricht einem Mindestumsatz im Vorjahr i. H. v. 55.000 Euro.
  • Nachweis der fachlichen Expertise durch mindestens drei Referenzprojekte pro beantragtes Modul in den letzten drei Jahren
  • Bezug zur kleinbetrieblichen Beratungsklientel (mit weniger als 100 Mitarbeitern).

Welche Qualitätsansprüche werden an das Beratungsunternehmen gestellt?

Die Beratungsunternehmen müssen die im laufenden Programm vereinbarten Qualitätsstandards und Normen wie den BSI IT-Grundschutz sowie ISO 27001 anerkennen. Darüber hinaus müssen sie sich an ihnen orientieren, für deren Einhaltung bürgen und sich in entsprechenden Aktivitäten engagieren. Dadurch wird die Qualitätssicherung im Förderprogramm umgesetzt beziehungsweise weiterentwickelt.